Meine Top15 Foto-Illustrationen und Symbolbilder für dpa

Es gibt Themen, über die deutsche Medien immer und immer wieder berichten, aber die man nicht einfach fotografieren kann. Um nur einige Beispiele zu nennen: Euro-Krise, Energiewende, Internet-Kriminalität, Arbeitsmarktzahlen, Facebook und psychische Erkrankungen.

Da Tageszeitungen und Online-Medien fast immer ein Foto zu ihren Artikeln veröffentlichen, braucht man auch zu solchen Themen passendes Fotomaterial. Als Fotograf der dpa Deutschen Presse-Agentur (dpa) versuche ich oftmals genau solche Themen zu fotografieren. Die Lösung für das Problem: Symbolbilder und Illustrationen.

Symbolbilder sind journalistisches Fotomaterial mit einem symbolischen Charakter. Das Foto von einer Schulklasse kann so zum Beispiel zu beinahe allen Themen verwendet werden, in denen es um Bildung an deutschen Schulen geht.

Illustrationen gehen noch einen Schritt weiter: Solche Fotos sind oftmals komplett gestellt und inszeniert. Da unsere journalistischen Fotos vor allem von Glaubwürdigkeit und Authentizität leben, ist es natürlich unabdingbar solche Fotos entsprechend zu kennzeichnen. Wir schreiben “ILLUSTRATION” zu Beginn des Bildtextes. So wissen unsere Kunden sofort “Das ist ein gestelltes, inszeniertes Foto, welches zur Illustration eines bestimmten Themas erstellt wurde.”

Ich habe aus dem Archiv 15 Symbolbilder und Illustrationen von mir zusammengestellt, die von Medien in Deutschland besonders häufig verwendet werden:

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Wie fotografiert man eigentlich die Energiewende?

Blitze zucken am späten Abend vom 10.06.2014 am Himmel über Windrädern bei Algermissen im Landkreis Hildesheim (Niedersachsen). Foto: Julian Stratenschulte/dpa

In den letzten Monaten habe ich mich für die dpa Deutsche Presse-Agentur mit einem Thema ganz besonders auseinander gesetzt: Die Energiewende.

In deutschen Tageszeitungen, Online-Medien und Co. werden die Aspekte der Energiewende regelmäßig – manchmal beinahe täglich – thematisiert. Dazu bedarf es immer wieder passenden Fotomaterials.

Nur wie fotografiert man die Energiewende eigentlich?

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Wahlplakate wohin das Auge blickt

Ein Mann klebt am 23.08.2013 in Hannover (Niedersachsen) Wahlplakate zum Bundestagswahlkampf von SPD-Kanzlerkandidat Peer Steinbrück und Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) auf eine Stellwand (Bildkombo). Foto: Julian Stratenschulte/dpa

Seit Wochen lächeln sie im ganzen Land: Die Politiker buhlen um die Gunst der Wähler für die Bundestagswahl 2013. Meist freundlich präsentieren sich die Spitzenkandidaten der Parteien und Bundestagskandidaten auf Wahlplakaten.

Selten habe ich Peer Steinbrück und Angela Merkel so häufig fotografiert, wie in diesen Tagen – und das ohne sie wirklich real zu sehen. Für die dpa Deutsche Presse-Agentur habe ich viele so genannter Feature-Fotos von Wahlplakaten aufgenommen. Einige dieser Fotos erscheinen derzeit immer wieder in Tageszeitungen und Online-Medien zur Vorberichterstattung zur Bundestagswahl. Wie einzelne dieser Fotos entstanden sind, erzähle ich in diesem Blog-Eintrag. Weiterlesen

Vier Fotografen, neun Kameras, 16 Objektive, 100m Kabel – und ein neuer Ministerpräsident

Niedersachsens neuer Ministerpräsident Stephan Weil (SPD) schwört am 19.02.2013 im niedersächsischen Landtag in Hannover (Niedersachsen) seinen Amtseid. Foto: Julian Stratenschulte/dpa +++(c) dpa – Bildfunk+++

Fotografieren bei einer Nachrichtenagentur ist Teamarbeit. Ein Beispiel für gelungene Zusammenarbeit im Team war für uns – die dpa-Fotografen in Niedersachsen – die Wahl und Vereidigung des neuen Ministerpräsidenten Stephan Weil (SPD) am 19.02.2013.

Wir waren mit insgesamt vier Fotografen im niedersächsischen Landtag in Hannover. Die konstituierende Sitzung mit der Wahl und Vereidigung der neuen Landesregierung haben wir mit zwei Fotografen (Holger Hollemann & Peter Steffen) auf den Pressetribünen besetzt. Ich durfte im Plenum fotografieren. Hinzu kam noch Kollege Jochen Lübke, der das komplette Fotomaterial aller Fotografen sichtete, auswählte, bearbeitete, beschriftete und in die dpa-Fotoredaktion nach Berlin schickte.

Unser Equipment:

Um möglichst schnell arbeiten zu können haben wir im Landtag am Vortag ein eigenes Netzwerk (mit einem normalen W-LAN Router) aufgebaut. Weiterlesen

Ein Bild und seine Geschichte: Der Löwe am Bahnhof

Ein als Löwe verkleideter Physikprofessor sitzt am 19.12.2010 an einem Gleis im Hauptbahnhof in Essen und wartet auf seine Enkelkinder, deren Zug wegen Schnee und Eis deutlich Verspätung hat. Foto: Julian Stratenschulte dpa

Bei manchen meiner Fotos werde ich immer wieder gefragt, wie das Bild entstanden ist. Häufig wird nach dem “Löwen am Bahnhof” gefragt. Am 23.11.2012 war das Foto Aufmacher im Wirtschaftsteil der Süddeutschen Zeitung – ein guter Anlass um jetzt hier im Blog die Geschichte hinter dem Bild zu erzählen.

Es war der 19.12.2010 – der Winter hatte Deutschland wochenlang voll im Griff. Weiterlesen

Paralympics London 2012

Vom 27. August bis zum 10. September 2012 war ich für die Deutsche Presse-Agentur (dpa) bei den Paralympics 2012 in London.

Nachdem ich 2010 für die dpa bei den Winter-Paralympics in Vancouver sein durfte, war die Freude sehr groß auch in diesem Jahr wieder die Paralympics fotografieren zu können. Was die Sportler dort leisten, ist absolut beeindruckend.

Ein solche Sport-Großveranstaltung macht richtig Spaß – jeder Tag ist spannend, abwechslungsreich, interessant und vor allem eines: Wahnsinnig anstrengend.

Wir waren mit einem vierköpfigen dpa-Team nach London angereist – zwei Sportredakteure, die sich um die Textberichterstattung gekümmert haben – und zwei Fotografen (dpa-Fotograf Daniel Karmann und ich). Hinzu kamen die Wortkollegen aus dem Londoner dpa-Büro und die Fotografen der European Pressphoto Agency (EPA) – ein Zusammenschluss mehrerer großer europäischer Nachrichtenagenturen – die auch die dpa mit Fotos aus internationaler Sicht versorgt.

Daniels und meine Aufgabe war es, in enger Abstimmung mit den Wortkollegen, die Paralympics aus deutscher Sicht zu fotografieren. Wenn es deutsche Medaillen gibt, wollen die deutschen Tageszeitungen natürlich Bilder von den deutschen Athleten haben – und genau darum haben wir uns gekümmert. Hinzu kommen noch nette Feature-Fotos und Bilder der großen Paralympics-Stars wie Sprinter Oscar Pistorius oder Sportler, die für überraschende Geschichten sorgen.
Insgesamt wurden an zehn Wettkampftagen über 500 Goldmediallen vergeben – unfassbar viele Entscheidungen. Hier die Übersicht zu behalten und immer zur richtigen Zeit am richtigen Ort zu sein, erforderte eine detaillierte Planung. Es gab zum Beispiel zehn verschiedene 100m Sprint-Finale bei den Männern – für jede Kategorie einer Behinderung ein eigenes Finale.
Schon im Vorfeld der Paralympics hatten wir vom Deutschen Behindertensportverband einen Plan bekommen, welcher deutsche Athlet wann startet. Ob dieser Athlet allerdings eine Medaille gewinnt, war oft schwer vorauszuschauen. Und sehr oft gab es parallel Entscheidungen an gänzlich verschiedenen Orten… Aber Daniel und ich haben uns gut abgestimmt – und letztlich hat alles gut geklappt.

Bevor es richtig losging, hieß erst einmal Sachen packen:


Technik:
2 x Nikon D4
1 x Nikon D3s
1 x Nikon D3
15mm 2.8 Fisheye, 24mm 1.4, 50mm 1.4, 300mm 4.0, 500mm 4.0
14-24mm 2.8, 24-70mm 2.8, 28-300mm 3.5-5.6, 70-200mm 2.8
2 x Blitz, 4 x Funkauslöser Pocket Wizard, Kabel, Speicherkarten, Akkus, Ladegeräte
Ministative, Einbeinstativ
MacBook Air 11″ mit Zubehör

Das meiste der Ausrüstung (3 Gehäuse, alle Zooms, 300er und 500er) passte in meinen ThinkTank Rollkoffer (der die Maße für die Flugzeug-Handgepäck hat). Ich bin also mit 24 kg Handgepäck geflogen. Eine Kamera hatte ich mir noch um den Hals gehängt. Weiterlesen

Flügelperspektive beim Segelfliegen

Ein Segeflugzeug fliegt am 15.09.2007 im Licht der untergehenden Sonne über dem Sauerland. Foto: Julian Stratenschulte

Mehrmals im Jahr bekomme ich e-mails, in denen ich gefragt werden, wie ich die Segelflug-Fotos aus der Flügelperspektive realisiert habe. Grund genug im ersten Eintrag meines Blogs über die Entstehung der Bilder zu schreiben. Weiterlesen